Walk-in Closet Tauschen statt kaufen! Die KleiderTauschBörse
Die Idee
 
Walk-in Closet Schweiz beschäftigt sich mit dem Thema Kleiderkonsum und dessen globalen Folgen. Konsum gehört heutzutage in der westlichen Welt zum Alltagsleben und mit dem wachsenden Angebot gestaltet sich die Transparenz über Produktion und Qualität   immer   schwieriger. Missstände wie Kinderarbeit und Ausbeutung von Näherinnen und Nähern werden von attraktiven Models in der Werbung verdeckt. Daneben führt der immer  grössere  Konsumdruck auch in der Schweiz zu lokaler Ungerechtigkeit.
 
Vermehrt zeigt sich, dass junge
Menschen, welche sich aufgrund
ökonomischer Ressourcen keine
neuen Kleider leisten können, soziale
Ausgrenzung erfahren. Insgesamt
werden in der Schweiz jährlich 90‘000
Tonnen Kleider verkauft und 46‘000
Tonnen in gutem Zustand wieder
eingesammelt. Berücksichtigt man die
Tatsache, dass sowohl Produktion
sowie Transport einen grossen
Wasserverbrauch/- verschmutzung
und einen enormen Energieverbrauch
verursachen, dann wird die Dringlichkeit von nachhaltigem Handeln bewusst.
 
Auch die Einfuhr von Altkleidern in Entwicklungsländern ist nicht unproblematisch, da sie oft die lokale Kleiderproduktion verdrängt. Der Verein Walk-in Closet Schweiz möchte nicht mehr lange zuschauen, dass tausende Männer und Frauen im Ausland unter menschenrechtswidrigen Bedingungen arbeiten müssen, damit andere in einer Konsumwelt schwelgen können. Sie möchten sich aktiv dafür  einsetzten, dass den Konsumenten hierzulande bewusst wird, was und wer wirklich hinter den Billigkleidern steckt.
 
Das Ziel ist, das Bewusstsein der BesucherInnen zu schärfen, in dem Alternativen zum konventionellen Kleiderkonsum aufgezeigt werden und während der Kleidertauschbörsen
aktiv Sensibilisierungsarbeit betrieben wird.

© - Walk-in Closet, 2016